Laut Bekanntmachung wird FedEx die Hedera-Blockchain-Technologie in seinen grenzüberschreitenden Logistik- und Dokumentenmanagement-Szenarien einsetzen. Jedes Mal, wenn ein Paket versendet, ein Dokument unterschrieben oder ein Status aktualisiert wird, entsteht auf der Kette ein unveränderlicher „digitaler Fingerabdruck“. Alle Beteiligten können die Echtheit der Informationen in Echtzeit überprüfen, ohne auf zentrale Datenbanken angewiesen zu sein. Dieses Modell soll menschliche Überprüfungen reduzieren, die Transparenz erhöhen und die Kosten für Compliance und Audits senken.
Vishal Talwar, Chief Digital and Information Officer bei FedEx, erklärte, dass die gemeinsame Nutzung von Daten zwischen Parteien zu den entscheidenden Anforderungen in der Logistikbranche gehört. Blockchain bietet hierfür eine Lösung, die die Zusammenarbeit verbessert, während die Privatsphäre gewahrt bleibt. Die Architektur von Hedera erlaubt es Unternehmen, nur Validierungsinformationen in das öffentliche Ledger zu schreiben, während die Kernbetriebsdaten in den eigenen Systemen verbleiben, um Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten. Als Mitglied des Verwaltungsrats wird FedEx auch an Netzwerk-Upgrades, Finanzmanagement und strategischen Abstimmungen teilnehmen sowie Rechenressourcen für den Netzbetrieb bereitstellen.
Diese Zusammenarbeit stärkt auch die Position von Hedera im Bereich der Unternehmensblockchains. Zuvor hatten die Lloyds Banking Group aus Großbritannien und Aberdeen Investments auf Hedera echte Vermögenswerte tokenisiert, die als Sicherheiten für Devisengeschäfte dienten. Auch Avery Dennison verfolgt mit seiner atma.io-Plattform die Nachverfolgung von Milliarden von Produkten auf diesem Netzwerk. Mit dem Beitritt von FedEx entsteht ein interoperableres Netzwerk für Lieferketten- und Finanzdaten.
Aus Sicht der Preisentwicklung und der Anwendungsszenarien bringt die institutionelle Nutzung eine neue Wachstumsperspektive für HBAR und liefert praktische Beispiele für „Supply Chain on Chain“.