Die Bank von England signalisiert einen pragmatischen und flexiblen Ansatz zur Regulierung von stablecoins im Zuge laufender Debatten innerhalb der Krypto- und traditionellen Finanzsektoren. Vizegouverneurin Sarah Breeden stellte klar, dass die vorgeschlagenen Einschränkungen für stablecoin-Haltungen und Transaktionsgrößen als kurzfristige Maßnahmen gedacht sind, die darauf abzielen, Stabilität zu fördern, und nicht als dauerhafte Barrieren. Während das Vereinigte Königreich die Integration von Kryptowährungen in sein Finanzsystem untersucht, streben die Regulierungsbehörden an, Innovation mit dem Schutz der systemischen Integrität in Einklang zu bringen.
Die Bank von England plant, vorübergehende Beschränkungen für stablecoin-Haltungen und -Transaktionen einzuführen, um ihre Rolle bei der Aufrechterhaltung der finanziellen Stabilität zu betonen.
Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Konsultationsprozesses, mit dem Ziel, die Einschränkungen zu entfernen, sobald die Adoption von stablecoins stabil ist und die wirtschaftliche Stabilität nicht gefährdet.
Branchenverbände haben Bedenken geäußert, dass solche Grenzen Innovationen behindern und das Vereinigte Königreich als unfreundlich gegenüber der Krypto-Entwicklung darstellen könnten.
Regulierungsbehörden ziehen differenzierte Regeln für große Unternehmen und Einrichtungen, die im digitalen Sandbox tätig sind, in Betracht.
Die BOE unterstreicht die Bedeutung einer schrittweisen Integration und der Aufrechterhaltung der Dominanz der Zentralbank über kritische Abwicklungsprozesse.
Vorübergehende stablecoin-Einschränkungen und zukünftige Pläne
Während einer Rede bei der DC Fintech Week unterstrich Sarah Breeden, dass die vorgeschlagenen Einschränkungen für stablecoins kurzfristige Maßnahmen sind, die darauf abzielen, die finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Die Grenzen, die zunächst zwischen $13,429 und $26,858 (10,000 bis 20,000 britische Pfund) geschätzt wurden, befinden sich derzeit in Überprüfung, wobei die Zentralbank eine Konsultation plant, bevor die Regeln finalisiert werden. Breeden betonte, dass diese Einschränkungen darauf abzielen, den Übergang zu überwachen und die reale Wirtschaft vor destabilisierenden Schocks zu schützen, mit der Absicht, sie aufzuheben, sobald sich das System anpasst.
„Lassen Sie mich klarstellen. Wir würden erwarten, die Grenzen zu entfernen, sobald wir sehen, dass der Übergang die Bereitstellung von Finanzmitteln für die reale Wirtschaft nicht mehr bedroht.“
Trotz des Widerstands von Branchenverbänden, die warnen, dass die Obergrenzen Innovationen behindern und Investitionen abschrecken könnten, ist die BOE der Ansicht, dass diese Maßnahmen als Teil eines vorsichtigen Ansatzes zur Regulierung von Krypto notwendig sind. Diskussionen über die Festlegung höherer Grenzen für Unternehmen und mögliche Ausnahmen für Firmen, die im digitalen Sandbox, die im Oktober 2024 zur Testung von Blockchain-Lösungen gestartet wurde, tätig sind, sind im Gange.
Bedenken hinsichtlich systemischer Risiken
Breeden äußerte Bedenken, dass schnelle Abhebungen in stablecoins einen starken Rückgang der Kreditverfügbarkeit für britische Haushalte und Unternehmen auslösen könnten. Die Priorität der Zentralbank besteht darin, dem Finanzsystem Zeit zu geben, sich anzupassen, insbesondere da der britische Kredit stark auf Bankinstitutionen angewiesen ist. Einschränkungen werden als ein Mittel angesehen, um destabilisierende Abflüsse zu verhindern, die die wirtschaftliche Stabilität beeinträchtigen könnten.
„Unser Ausgangspunkt ist, dass die Anwendung von Beschränkungen auf die Bestände eines Nutzers an einem bestimmten systemischen stablecoin der beste Weg ist, um eine so drastische Reduzierung der Verfügbarkeit von Krediten für britische Kreditnehmer zu vermeiden.“
Regulierung der Abwicklung und Marktinfrastruktur
Breeden bekräftigte die Haltung der BOE, dass die grundlegenden Abwicklungsfunktionen in den Vermögensmärkten unter der Aufsicht der Zentralbank bleiben sollten, um übermäßige Verflechtungen zu verhindern, die die finanzielle Stabilität gefährden könnten. Während Großzahlungsverkehr weiterhin digitale Vermögenswerte und tokenisierte Einlagen umfassen könnte, sieht die Zentralbank keine Zukunft, in der alle Transaktionen ausschließlich in von der Zentralbank ausgegebenem Geld abgewickelt werden.
Sie rief die Branche — einschließlich sowohl traditioneller Marktteilnehmer als auch aufstrebender Krypto-Firmen — dazu auf, an der Entwicklung der Anwendungsfälle für Blockchain-Technologie und stablecoins teilzunehmen. Breeden betonte, dass kollaborative Anstrengungen entscheidend sind, um diese Innovationen sicher und effektiv in das Finanzsystem zu integrieren.
Insgesamt spiegelt der Ansatz der BOE eine vorsichtige, aber offene Haltung gegenüber Krypto-Innovationen wider, die darauf abzielt, die Vorteile der Blockchain-Technologie zu nutzen und gleichzeitig Risiken für die finanzielle Stabilität des Vereinigten Königreichs zu mindern.
Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht als UK BoE Deputy Claims Stablecoin Limits Are Temporary—What’s Next? auf Crypto Breaking News – Ihre vertrauenswürdige Quelle für Krypto-Nachrichten, Bitcoin-Nachrichten und Blockchain-Updates.