Trump übt öffentlich Druck aus, um den „Clarity-Gesetz“ voranzutreiben, Ripple-CEO Brad Garlinghouse unterstützt die Reform der Krypto-Regulierung

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Am 6. März wurde die US-amerikanische Gesetzgebung zur Regulierung von Kryptowährungen erneut zum Fokus des Marktes. Ripple-CEO Brad Garlinghouse veröffentlichte kürzlich auf sozialen Plattformen einen Beitrag, in dem er die harte Haltung des US-Präsidenten Donald Trump zum „Clarity-Gesetz“ unterstützte und den US-Kongress aufforderte, das Gesetz so bald wie möglich zu verabschieden. Dieses Gesetz gilt als bedeutender Schritt zur Klarstellung des regulatorischen Rahmens für digitale Vermögenswerte, befindet sich jedoch derzeit aufgrund von Streitigkeiten über die Bestimmungen zu Stablecoins im Stillstand.

Garlinghouse erklärte, Trump habe den Abgeordneten im Kongress, die den Gesetzgebungsprozess verzögern, „ein äußerst klares Signal“ gesendet. Er ist der Ansicht, dass das „Clarity-Gesetz“ nicht nur die Entwicklung der Kryptoindustrie betrifft, sondern auch die globale Wettbewerbsfähigkeit der USA im Bereich der Innovationen im digitalen Vermögenssektor beeinflusst. Einige Marktbeobachter sind ebenfalls der Meinung, dass die Unsicherheit im Kryptomarkt deutlich sinken würde, wenn der regulatorische Rahmen klar definiert würde.

Der aktuelle Streitpunkt konzentriert sich hauptsächlich auf die Ertragsmodelle bei Stablecoins. Zuvor hatte das in den USA verabschiedete „Genius Act“ die direkte Zahlung von Zinsen an Stablecoin-Inhaber verboten. Einige Krypto-Unternehmen bieten jedoch durch Belohnungsprogramme oder ähnliche Modelle Erträge für Nutzer an, was von traditionellen Banken als regulatorische Lücke angesehen wird. Die Lobbygruppen der Banken fordern, im „Clarity-Gesetz“ strengere Beschränkungen aufzunehmen, um zu verhindern, dass Stablecoin-Produkte große Einlagen aus dem Bankensystem abziehen.

Banken warnen, dass, wenn die Ertragsmechanismen bei Stablecoins weiterhin bestehen bleiben, Gelder vom traditionellen Bankensystem in den Markt für digitale Vermögenswerte abfließen könnten. Einige Forschungsinstitute schätzen, dass bis 2028 die Abflüsse von Bankeinlagen auf bis zu 500 Milliarden US-Dollar ansteigen könnten. Einige Bankmanager schlagen vor, dass Krypto-Unternehmen, die Nutzern ähnliche Zinszahlungen anbieten möchten, die gleichen regulatorischen Anforderungen wie Banken erfüllen sollten.

Das Kernziel des „Clarity-Gesetzes“ ist die Schaffung eines Standards für die Klassifizierung digitaler Vermögenswerte. Laut Entwurf sollen Kryptowährungen anhand des Prinzips der „vollständigen Dezentralisierung“ als Waren oder Wertpapiere eingestuft werden. Wenn ein Blockchain-Netzwerk in Bezug auf Governance und Emission nicht mehr von einer einzelnen Entität kontrolliert wird, könnten seine Token als Waren eingestuft und von der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert werden.

Die regulatorische Unsicherheit hat bereits Auswirkungen auf die Marktstimmung. Der US-Finanzminister Scott Bessent wies darauf hin, dass die Verzögerung bei der Gesetzgebung einer der Hauptgründe für die jüngsten Schwankungen bei Bitcoin sei. Gleichzeitig ist Garlinghouse der Ansicht, dass die Verabschiedung des „Clarity-Gesetzes“ das Vertrauen auf dem Markt deutlich verbessern könnte, sodass Bitcoin möglicherweise im Jahr 2026 neue Rekordhöhen erreichen wird.

Derzeit befindet sich das Gesetz noch im Ausschuss des Senats für Banken. Solange sich die Banken- und Kryptoindustrie nicht auf eine Einigung bezüglich der Bestimmungen zu Stablecoins einigen, bleibt der regulatorische Rahmen für digitale Vermögenswerte in den USA unsicher.

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