Am 6. März wurde bekannt gegeben, dass das in New York ansässige Leerverkaufsunternehmen Culper Research offenlegt, dass es Short-Positionen auf Ethereum (ETH) und verwandte Aktien hält, darunter BitMine (BMNR), obwohl der ETH-Preis kürzlich die Marke von 2000 US-Dollar überschritten hat. In ihrem neuesten Bericht weist Culper darauf hin, dass das Fusaka-Upgrade von Ethereum das Token-Ökosystem schwächen könnte, da Vitalik Buterin in Bezug auf die Erweiterung des Blockraums und die Änderungen bei den Transaktionsgebühren eine bessere Einschätzung als die Markt-Bullen, einschließlich Tom Lee, habe.
Der Bericht zeigt, dass das Fusaka-Upgrade das Gas-Limit für Layer 1 von 45 Millionen auf 60 Millionen Einheiten erhöht, was theoretisch die Transaktionskosten um 10-30 % senken und die Aktivität steigern sollte. Allerdings behauptet Culper, dass die tatsächlichen Transaktionsgebühren um etwa 90 % eingebrochen seien, was dazu führe, dass niedrwertige Transaktionen die Blöcke füllen, die Belohnungen der Validierer sinken, die Nachfrage nach Staking abnehme und somit die Netzwerksicherheit beeinträchtigt werde. Culper weist außerdem darauf hin, dass BitMine, als einer der Hauptakteure im Ethereum-Ökosystem, mit einem ETH-Bestand im Wert von 4,47 Millionen US-Dollar möglicherweise Risiken ausgesetzt sei.
Zusätzlich interpretiert Culper das kürzliche Verkaufsverhalten von Vitalik Buterin bei Ethereum ebenfalls als potenzielles bärisches Signal. Dem Bericht zufolge seien nach dem Fusaka-Event 95 % des Wachstums bei neuen Wallets auf „Abverkaufs“-Wallets zurückzuführen, die Anzahl der Gift-Attacken habe sich verdreifacht, was die Erklärung für über 50 % des ETH-Transaktionswachstums liefere. Culper ist der Ansicht, dass diese Anzeichen auf potenzielle Probleme im Token-Ökosystem von Ethereum hindeuten.
Demgegenüber hat Ethereum Daily, eine bekannte Plattform, die täglich über Ethereum berichtet, diese Einschätzungen widerlegt. Sie betont, dass der Rückgang der Transaktionskosten die Nutzung von Layer-2-Netzwerken fördern werde, wobei die tägliche Verbrennungsmenge bei 1,2 Milliarden US-Dollar liege und somit das Token-Ökosystem weiterhin unterstützt werde. Zudem sei die Zahl der aktiven Adressen um 117 % gestiegen, hauptsächlich durch echte Nutzer, die Validierer-Community sei stabil, der Anteil der gestakten ETH liege bei 66 %, und die Blockbelohnungen sowie die jährliche Rendite blieben auf einem gesunden Niveau. Die Bilanz von BitMine sei solide, das Unternehmen generiere jährlich 350 Millionen US-Dollar durch Staking-Gebühren und halte mehr als 30 Milliarden US-Dollar in Bar-Äquivalenten.
Insgesamt zeigt sich, dass der kurzfristige ETH-Preis zwar die Marke von 2000 US-Dollar überschritten hat, die Debatte um das Fusaka-Upgrade und das On-Chain-Ökosystem jedoch anhält. Die Marktteilnehmer sind sich uneins über den langfristigen Wert und die Stabilität von Ethereum, weshalb Investoren weiterhin die Entwicklungen im On-Chain-Bereich und die Entwicklung des Validierer-Ökosystems genau beobachten sollten.
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