Erster Beitrag zur Krypto-Überprüfung! X führt neue Anti-Betrugs-Regeln ein, um zu verhindern, dass Hacker Konten stehlen und Spam-Coins bewerben

X führt eine Zwangsverifizierung für kryptobezogenen Inhalt ein: Bei der ersten Nennung wird das Konto gesperrt. Angesichts der ernsten Lage sind Betrugsbeträge im Jahr 2025 Berichten zufolge möglicherweise kurz davor, 17 Milliarden US-Dollar zu erreichen.

Zwangsverifizierungsmechanismus geht live: Beim ersten Post wird das Konto gesperrt

Die Social-Media-Plattform X hat kürzlich eine neue Runde von Maßnahmen gegen Krypto-Betrug angekündigt. Wenn ein Konto zum ersten Mal Inhalte veröffentlicht, die mit Kryptowährungen in Zusammenhang stehen, wird umgehend ein Mechanismus zur Kontosperrung ausgelöst. Nutzer müssen dann eine Identitätsverifizierung abschließen, um weiterhin posten zu können.

Der Mechanismus richtet sich vor allem auf Szenarien, in denen Konten nach einem Hack missbraucht werden, um Betrugs-Investitionen zu bewerben. X-Produktverantwortlicher Nikita Bier sagte, das System erkenne, ob es sich bei der Kontoerwähnung um die „erste Nennung von Kryptowährungen“ handelt. Sobald die Bedingungen ausgelöst werden, werden die Rechte des Kontos zum Posten vorübergehend ausgesetzt. Dies soll als Maßnahme angesehen werden, die Erfolgsquote von Hackern deutlich zu senken, die in kurzer Zeit mit Hilfe von hochvertrauenswürdigen Konten betrügerische Informationen verbreiten.

Bildquelle: X/@nikitabier X-Produktverantwortlicher Nikita Bier sagte, das System erkenne, ob es sich bei der Kontoerwähnung um die „erste Nennung von Kryptowährungen“ handelt. Sobald die Bedingungen ausgelöst werden, werden die Rechte des Kontos zum Posten vorübergehend ausgesetzt

Die Plattform weist darauf hin, dass Angreifer in der Vergangenheit häufig Anmeldedaten über Phishing-Seiten gestohlen haben. Nachdem sie das Konto übernommen hatten, veröffentlichten sie sofort Inhalte zu Investitionsbetrug. Das neue System versucht, diese „Goldene Zeit“ direkt zu unterbrechen, indem es die Handlungsbefugnis kappt und so eine Ausbreitung des Betrugs verhindert.

Das Ausmaß von Krypto-Betrug explodiert: Im Gesamtjahr möglicherweise 17 Milliarden US-Dollar

Laut Statistiken von Chainalysis hat das Volumen von Krypto-Betrug im Jahr 2025 bereits etwa 14 Milliarden US-Dollar erreicht (rund 420 Milliarden NT$) und könnte nach Abschluss der vollständigen Auswertung auf 17 Milliarden US-Dollar nach oben korrigiert werden. Das zeigt, dass sich die Betrugsindustrie weiterhin schnell ausweitet.

Zugleich zeigen Daten der Federal Trade Commission, dass in den ersten drei Quartalen 2025 bereits 113.842 Fälle von Investitionsbetrug registriert wurden. Die kumulierten Verluste belaufen sich auf etwa 6,1 Milliarden US-Dollar, rund 8B NT$, womit sie nahezu dem Niveau des gesamten Jahres 2024 entsprechen.

Weitere Analysen zeigen, dass Kryptowährungen zu einem der wichtigsten Werkzeuge für Betrugs-Geldflüsse geworden sind, nur hinter Banküberweisungen. Da Blockchain-Transaktionen kaum rückgängig gemacht werden können, können Opfer, sobald die Gelder abgezogen wurden, sie nahezu nicht mehr zurückholen. Dadurch steigt die Erfolgsquote des Betrugs deutlich.

Social-Media-Plattformen als Betrugs-Einstieg: Vertrauen wird missbraucht

Daten zufolge gehen etwa 38% der Fälle von Investitionsbetrug von Social-Media-Plattformen aus und stellen damit die größte Quelle für Einstiege dar. Im Vergleich zu 2020, als es nur 29% waren, zeigt das, dass Betrugsverhalten sich rasch darauf verlagert, die Vertrauensmechanismen von Social Media auszunutzen.

Hacker zielen häufig auf Konten mit großer Fangemeinde. Wenn ein Eindringen gelingt, veröffentlichen sie dann Investitionsmöglichkeiten oder Airdrop-Aktionen in einer vertrauten Identität und nutzen das Vertrauen der Follower für den Betrug. Diese Art von Angriff führt dazu, dass auch der Betrugsbetrag pro Einzelfall deutlich steigt: Der durchschnittliche Transaktionswert stieg von 782 US-Dollar im Jahr 2024 auf 2.764 US-Dollar im Jahr 2025.

Darüber hinaus ist auch bei Betrugsfällen mit gefälschten Prominenten oder offiziellen Konten ein explosionsartiges Wachstum zu beobachten. Der jährliche Anstieg beträgt bis zu 1.400% und gehört damit derzeit zu den wichtigsten Methoden im Krypto-Betrug.

Plattform- und E-Mail-Schwachstellen greifen ineinander: Betrugsprävention vor Herausforderungen

X sagt, der Mechanismus zur Kontosperrung sei lediglich eine vorübergehende Abwehrmaßnahme, denn die Betrugsursprünge kämen oft von externen Systemen, etwa über E-Mail-Phishing-Angriffe. Einige Branchenvertreter weisen darauf hin, dass E-Mail-Dienste bei der Filterung von Spam Defizite aufweisen, wodurch Phishing-Links leichter bis zum Nutzer gelangen und so eine vollständige Angriffskette entsteht.

Mit der Anpassung bestimmter E-Mail-Funktionen kann die Schutzleistung gegen Spam sinken, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Nutzer stärker Risiken durch Betrug ausgesetzt sind.

Insgesamt zeigt diese Runde von Richtlinien, dass Social-Media-Plattformen von „Content-Governance“ hin zu „Verhaltensbegrenzungen“ wechseln. Man versucht, Betrug mit stärker zwingenden Mitteln zu blockieren. Doch in einem Umfeld mit hochfließenden und anonymen Krypto-Assets verfügt die Betrugsindustrie weiterhin über eine hohe Anpassungsfähigkeit. Der Abwehr- und Angriffs-Kampf zwischen Plattformen und Aufsichtsbehörden wird kurzfristig vermutlich nicht enden.

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