In einem kürzlichen Beitrag auf X erkannte Buterin an, dass Vorhersagemärkte messbare Fortschritte erzielt haben. Die Handelsvolumina sind mittlerweile groß genug, um professionelle Teilnehmer zu unterstützen, und die Plattformen ergänzen oft traditionelle Medien, indem sie zukunftsorientierte Informationen aggregieren.
Er warnte jedoch, dass ein Großteil der Aktivitäten zunehmend auf kurzfristige Krypto-Preisbets und sportähnliche Wetten konzentriert ist — Bereiche, die er als kurzfristig engagierend, aber mit begrenztem Informations- oder gesellschaftlichem Wert beschreibt.
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Buterin skizzierte ein strukturelles Problem innerhalb der Vorhersagemärkte: die Notwendigkeit, ständig verlierende Teilnehmer zu haben, um Gewinne für informierte Händler aufrechtzuerhalten. Er beschrieb drei typische Kategorien, darunter unerfahrene Spekulanten, institutionelle Informationskäufer und Hedger.
Er argumentierte, dass das heute dominierende Modell stark auf uninformierte Händler setzt. Obwohl dies nicht grundsätzlich unethisch ist, könne dieser Ansatz die Anreize der Plattform verzerren und Engagement-Strategien fördern, die Volumen über Substanz stellen.
Modelle des Informationskaufs, bei denen Organisationen Märkte subventionieren, um Erkenntnisse zu gewinnen, stehen vor Herausforderungen bei öffentlichen Gütern. Sobald Informationen durch Marktpreise offengelegt werden, werden sie für alle zugänglich, was die Anreize für einzelne Akteure verringert, sie in großem Maßstab zu finanzieren.
Stattdessen schlug Buterin vor, Vorhersagemärkte in generalisierte Hedging-Tools zu erweitern. In diesem Rahmen würden Teilnehmer wissentlich leicht negative erwartete Renditen akzeptieren, um ihre Exposition gegenüber externen Risiken zu verringern.
Beispielsweise könnte ein Investor, der Anteile an einem Biotech-Unternehmen hält, einen Wahl-basierten Vorhersagemarkt nutzen, um sich gegen politische Ergebnisse abzusichern, die den Sektor beeinflussen könnten. Durch das Ausgleichen potenzieller Abwärtsrisiken verbessert der Investor die insgesamt risiko-adjustierte Stabilität, anstatt auf spekulativen Gewinn zu setzen.
Buterin erweiterte dieses Konzept weiter und schlug vor, dass Vorhersagemärkte schließlich als personalisierte wirtschaftliche Stabilisatoren fungieren könnten. Anstatt auf fiat-gestützte Stablecoins zu setzen, könnten Einzelpersonen maßgeschneiderte Körbe von Marktpositionen halten, die an Preisindizes gekoppelt sind und ihre zukünftigen Ausgabenbedürfnisse widerspiegeln.
In einem solchen System könnten Nutzer Wachstumswerte wie ETH oder tokenisierte Aktien mit individuell angepassten Vorhersagepositionen kombinieren, um die Kaufkraft zu stabilisieren. Im Laufe der Zeit könnte dies die Abhängigkeit von traditionellen Währungsstrukturen verringern.
Der Vorschlag sieht vor, dass Vorhersagemärkte in produktiven oder renditebringenden Vermögenswerten denominiert werden, was eine nachhaltige Teilnahme von anspruchsvoller Kapitalmacht ermöglicht. Buterin schloss mit der Aufforderung, Plattformen auf langlebige Finanzinfrastruktur zu priorisieren, anstatt kurzfristige Engagement-Modelle zu fördern.
Im vergangenen Jahr haben Vorhersagemärkte laut dem aktuellen Bericht von CertiK eine Verfünffachung des Volumens erlebt.
Laut CertiK haben sich Vorhersagemärkte von Nischenprodukten zu weit verbreiteten Finanzinstrumenten im Jahr 2025 entwickelt. Die Studie beschreibt ein Jahr, das geprägt war von schnellem Handel, zunehmenden technischen Schwachstellen und divergierenden regulatorischen Reaktionen in den wichtigsten Jurisdiktionen.
CertiK schätzt, dass die jährlichen Handelsvolumina in diesem Sektor im vergangenen Jahr mehrfach gestiegen sind, wobei die Liquidität stark auf eine Handvoll Plattformen konzentriert ist. Mit seiner Skynet Top Board-Methodik identifiziert das Unternehmen Kalshi, Polymarket und Opinion als die dominierenden Akteure weltweit.
Der Bericht hebt hervor, dass das schnelle Wachstum von strukturellen Schwächen begleitet wurde. Ende 2025 wurde bei Polymarket ein Sicherheitsvorfall durch eine Drittanbieter-Authentifizierungsstelle bekannt. Während die Smart Contracts nicht kompromittiert wurden, zeigte der Vorfall, wie hybride Web2-Web3-Designs zentrale Schwachstellen einführen können.
CertiK prognostiziert weiterhin institutionelles Interesse, erweiterte regulatorische Klarheit in ausgewählten Regionen und technische Upgrades zur Verbesserung von Privatsphäre und Resilienz. Das Unternehmen sieht Vorhersagemärkte nicht als spekulative Nebenprodukte, sondern als aufkommende Infrastruktur zur Preisbildung bei Unsicherheiten in der realen Welt.
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